{"id":353,"date":"2022-12-13T09:01:56","date_gmt":"2022-12-13T08:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.karate-eisenstadt.at\/?page_id=353"},"modified":"2024-04-16T13:49:27","modified_gmt":"2024-04-16T11:49:27","slug":"karate","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.karate-eisenstadt.at\/karate\/","title":{"rendered":"Karate"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ursprung und Philosophie<\/h3>\n\n\n\n<p>Karate ist ein Kampfsport, dessen Urspr\u00fcnge bis etwa zum Jahr 500 n. Chr. zur\u00fcckreichen. Chinesische M\u00f6nche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen \u00dcbungen im Laufe der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fern\u00f6stliche Philosophie wider. \u00dcbersetzt bedeutet &#8222;Karate-Do&#8220; so viel wie &#8222;der Weg der leeren Hand&#8220;. Im w\u00f6rtlichen Sinne hei\u00dft das: Der Karateka (Karatek\u00e4mpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das &#8222;Kara&#8220; (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gef\u00fchlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Pers\u00f6nlichkeit durch Selbstbeherrschung und \u00e4u\u00dferste Konzentration. Die Achtung vor dem Gegner steht an oberster Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Training und Wettkampf werden Fu\u00df- und Faustst\u00f6\u00dfe vor dem Auftreten abgestoppt. Voraussetzung daf\u00fcr ist Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein gegen\u00fcber dem Partner und nat\u00fcrlich eine gute K\u00f6rperbeherrschung, die im Kihon (Grundschule) systematisch aufgebaut wird. Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an K\u00f6rper und Geist ist Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das macht fit! Mit Entspannungstechniken, Atem\u00fcbungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsf\u00e4higkeit und schult die eigene K\u00f6rperwahrnehmung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Moderne und wirksame Selbstverteidigung<\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Karateka \u00fcben ihren Sport aus, um sich im Notfall selbst verteidigen zu k\u00f6nnen. Und tats\u00e4chlich ist Karate eine wirksame und praktikable Verteidigungsart. Kraft und k\u00f6rperliche Statur spielen in der Karate-Selbstverteidigung nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik ger\u00e4t, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb vermitteln spezielle Lehrg\u00e4nge neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Diese Aspekte machen Karate als Selbstverteidigung insbesondere f\u00fcr Frauen und M\u00e4dchen interessant.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Sport f\u00fcr alle<\/h3>\n\n\n\n<p>Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate er\u00f6ffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Bet\u00e4tigungsfeld. Karate ist nicht nur interessant f\u00fcr jung und alt. Durch die Vielseitigkeit f\u00f6rdert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. Auch deshalb haben sich viele junge und \u00e4ltere Menschen f\u00fcr diesen Sport entschieden. In den meisten Vereinen gibt es Anf\u00e4ngerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsverm\u00f6gen. Die farbigen G\u00fcrtel der Budo-Sportarten sind dabei Hilfe und Ansporn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wettkampf und Tradition<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Karate werden grunds\u00e4tzlich zwei Wettkampf-Disziplinen unterschieden:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beim &#8222;Kumite&#8220; (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffl\u00e4che gegen\u00fcber und versuchen, Sto\u00df-, Schlag- und Tritt-Techniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, dass Verletzungen der Kampf-Partner ausgeschlossen sind: Wer sich nicht daranh\u00e4lt, wird disqualifiziert!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Disziplin &#8222;Kata&#8220; ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehrtechniken gegen mehrere imagin\u00e4re Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen n\u00e4hern. Man unterscheidet rund 50 verschiedene Katas, deren \u00c4sthetik im Einklang von Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik liegt.<br>Manche Kata wurde \u00fcber Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeuge der Tradition des Karate.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedem Vereinsmitglied ist die Teilnahme an Wettk\u00e4mpfen und Turnieren freigestellt \u2013 ob im Kumite oder in der Kata, das entscheidet jeder selbst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ursprung und Philosophie Karate ist ein Kampfsport, dessen Urspr\u00fcnge bis etwa zum Jahr 500 n. Chr. zur\u00fcckreichen. 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